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Synodaler Weg?

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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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Ignorierung des christlichen Familienbildes

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Die Homosexuellen-Bewegung ist eine winzig-kleine Minderheit in unserer Gesellschaft. Dennoch artikuliert sie sich wie kaum eine andere Minderheit über grüne und linksgerichtete Politiker sowie über linksgerichtete Medien. Sie fühlt sich diskrimiert und fordert Rechte ein. Aber die Toleranz, die sie für sich beansprucht, hat sie selbst nicht. Zum Beispiel reitet der Grünen-Politiker Volker Beck ständig Attacken: In 2008 war es das “Christival” in Bremen, bei dem er die Absetzung eines Seminars erreichte, das angeblich die “Umpolung der homosexuellen Veranlagung” zum Inhalt gehabt hätte. Kürzlich war der Marburger Kongreß für Psychotherapie und Seelsorge die Zielscheibe. Bezeichnend für beide Attacken ist die Tatsache, dass man gar nicht abwartete, was bei den im Vorfeld kritisierten Veranstaltungen wirklich geschah und gesagt wurde. Man ging mit massiven Druck auf Veranstalter und Sponsoren vor und bediente sich medialer Kampagnen und Instrumentalisierung der Politik. Dabei fühlten sich linke “Chaoten” zu Gewalt und Schmierereien beflügelt. Nur unter Polizeischutz konnte der Kongreß in Marburg stattfinden!

Solche Aktionen stellen einen Angriff auf fundamentale  Freiheitsrechte dar, die in der Verfassung garantiert sind. Wieder wird versucht, die Freiheit der Versammlung, der Rede, des wissenschaftlichen Diskurses und der Wahl der Therapie zu beschneiden. Abgesehen von der biblischen-christlichen Bewertung  birgt die praktizierte Homosexualität ein erhebliches gesundheitliches und psychisches Risiko. Dazu zählen überdurchschnittliche Anfälligkeit für AIDS, Geschlechtskrankheiten, Depression, Ängste, Substanzenmißbrauch (Alkohol-, Medikamente und Drogen) und Suizidgefährdung. Das müßte Grund genug sein, jenen, die sich kritisch mit Fragen homosexueller Lebensweisen befassen wollen oder therapeutische Hilfe suchen, diese Möglichkeit anzubieten. International ausgewiesene Wissenschaftler und klinische Therapeuten (u.a. Prof. Dr. Robert Spitzer, Columbia Universität, und die in der Organisation NARTH vertretenen Therapeuten) bezeugen in ihrer Arbeit, dass Veränderung einer homosexuellen Neigung möglich ist. Niemand will einen Menschen zu einem solchen therapeutischen Weg drängen. Dass aber die Lesben- und Schwulenverbände die Möglichkeit eines solchen Therapieangebots, ja sogar die wissenschaftliche Auseinandersetzung unterdrücken wollen, ist eine Missachtung der Wissenschaftsfreiheit, der Meinungsfreiheit, des Leidens der betroffenen Menschen und ihres Rechts auf Selbstbestimmung. Das darf in einem freiheitlichen Staat nicht hingenommen werden!

Dies als Einleitung zum Thema “Ignorierung des christlichen Familienbildes”. – Anlass für die aktuelle Debatte zu diesem Thema ist die Frage, ob schwule und lesbische Lebenspartner Kinder adoptieren dürfen, die nicht von einem der Partner stammen. Die Bundesjustizministerin, Brigitte Zypries (SPD) hat Pläne für ein volles Adoptionsrecht. Die Vizepräsidentin des Bundestages und Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte dazu, entscheidend sei, was dem Wohl des Kindes diene. Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften brauchten selbstverständlich Rechtssicherheit im Unterhalts- und Erbschaftsrecht, die ihnen bisher verwehrt ist”. In den Medien wurde dies als Zustimmung für ein volles Adoptionsrecht interpretiert, zumal Göring-Eckardt wiederholt für mehr kirchliche und gesellschaftliche Akzeptanz der Homosexuellen eingetreten ist. Die Behauptung, sich am Kindeswohl zu orientieren klingt zunächst vernünftig.  Aber ist ein Kind wirklich in einer gleichgeschlechtlichen Elternschaft richtig aufgehoben? Siehe das oben genannte Gefährdungspotential! Wie soll das Kind Vater und Mutter erleben? Schon gar nicht läßt sich dieses Modell mit dem christlichen Familienbild in Einklang bringen (was Frau Göring-Eckardt in ihrer Funktion als Präses der EKD-Synode selbst erkennen müßte). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, der die Pläne der Bundesjustizministerin ablehnt, bestätigt die Unvereinbarkeit mit dem christlichen Familienbild und fügt hinzu: “Volles Adoptionsrecht für Schwule und Lesben widerspricht den Interessen von Kindern. Das bestätigen Kinderpsychologen und Kindertherapeuten, die vor einer solchen Entwicklung warnen.”

Heinz Josef Ernst

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