Home » Religion und Politik » Weihnachten verbieten?

Synodaler Weg?

Tag für Tag mit Gott

Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

Gewalt gegen Christen auch in Deutschland

Akuter Handlungsbedarf!

Kein Menschenrecht!

Wähle Themenbereich

Weihnachten verbieten?

Print Friendly, PDF & Email

Wie idea berichtet, will ein radikal-islamischer Gelehrter Christen in muslimischen Ländern das  Feiern von Christi Geburt verbieten. Araber und Muslime dürften keine Weihnachtsfeste mehr erlauben, erklärte Scheich Jussuf al Kardawi (Doha/Katar ) in einem Rechtsgutachten.

Solche Feiern verstießen gegen den islamischen Glauben, behauptete der sunnitische Religionsgelehrte.  Wie das Informationsportal Spiegel-Online (Hamburg) weiter berichtet, gelte der  83-Jährige als „graue Eminenz“ in der islamischen Welt. Er  will auch den Verkauf von Weihnachtsbäumen verbieten, was in muslimischen Ländern außer in Saudi-Arabien üblich ist. Für den Scheich wird durch das Weihnachtssymbol unklar, in welcher Gesellschaft man lebe. Die Feiern der Geburt Jesu sind ihm ein Dorn im Auge…Man feiere ja auch nicht die Geburt des Propheten Mohammed, obwohl Muslimen in anderen Ländern die Errichtung von Minaretten verboten würden (In einer Volks abstimmung hatte sich die Mehrheit der Schweizer  Ende November gegen den Bau neuer Minarette ausgesprochen). Kardawi möchte im Gegenzug Kirchen verbieten, Kreuze anzubringen und Glocken zu läuten.

Der Scheich amtiert auch als Präsident der Weltvereinigung der islamischen Religionsgelehrten. Kardawi verbreitet laut Spiegel-Online sein Gedankengut dank üppiger Geldspenden in allen islamischen Ländern mit Ausnahme Irans, weil er die dort herrschende schiitische Glaubensrichtung ablehnt. Wie Spiegel-online weiter schreibt, gibt es in vielen arabischen und muslimischen Ländern christliche Minderheiten. Auch werde dort Weihnachten gefeiert, etwa in Ägypten, Syrien, Irak und im Sudan.

Hier wird die Unverhältnismäßigkeit deutlich, wenn man die oben genannte Initiative des Scheichs Kardawi als Gegenreaktion zum Schweizer Minarettverbot betrachtet. Im Grunde ist es nur ein Vorwand, zu einem großen Schlag gegen das Christentum auszuholen. Die Ablehnung christlichen Symbole, besonders des Kreuzes ist nicht neu und kommt auch bei uns immer wieder vor – dies liest man nicht unbedingt in Tageszeitungen. Beispiel: Eine muslimische Gesellschaft mietet den Gemeindesaal einer katholischen Pfarrei für ein Fest: Was geschah? Man verhüllte ohne Genehmigung das Kreuz und die Marienstatue! Nie würde es einem Christen in den Sinn kommen, in einer Moschee oder einer anderen muslimischen Einrichtung irgendetwas anrühren zu wollen. Wo bleibt der Respekt der Muslime gegenüber der Glaubensüberzeugung von Nicht-Muslimen? – Bei uns gibt es immer wieder “akademische” Diskussionen zum Thema Religionsfreiheit. “Die Tagespost” berichtet unter der Überschrift ‘Koalition mahnt zur Religionsfreiheit’:

Das Grundrecht auf Religionsfreiheit liegt nach Ansicht der Unions-Menschenrechtsexpertin Erika Steinbach (CDU) weltweit im Argen. In 50 von rund 200 Staaten würden Menschen wegen ihres Glaubens diskriminiert; 80 Prozent der Verfolgten seien Christen, sagte Steinbach am Donnerstag in einer Bundestagsdebatte zu Menschenrechtsfragen. Die Koalitionsfraktionen forderten eine weltweite Stärkung der Religionsfreiheit. Zu diesem Thema soll nach Steinbachs Auskunft eine Bundestags­anhörung stattfinden. Für Kontroversen sorgte eine Äußerung Steinbachs zum Schweizer Volksentscheid über das Minarettverbot. Sie habe mit dem Votum kein Problem, weil es nicht die Grundsatzfrage der Religionsfreiheit berühre. Dagegen wandte sich der Grünen-Politiker Volker Beck und mahnte, repräsentative Gebäude einer Glaubensgemeinschaft fielen unter den Schutz der kollektiven Religionsfreiheit. Ausdrücklich verwies er auf die langjährige kirchliche Forderung, eine Kirche im türkischen Tarsus nutzen zu dürfen. Ein Kirchturm gehöre genauso zu einem christlichen Gotteshaus in der Türkei wie ein Minarett zu einer Moschee in der Schweiz. Steinbach wies Kritik des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan an der Einhaltung der Religionsfreiheit in Europa zurück. Ihrerseits hielt sie der Türkei vor, die Religionsfreiheit zu missachten. Die christliche Minderheit werde gezielt unterdrückt und mundtot gemacht, Geistliche mit dem Tod bedroht. Der Anteil der Christen in der Türkei sei in den vergangenen 50 Jahren von 20 Prozent auf 0,15 Prozent gesunken. Union und FDP forderten in ihrem Antrag die Bundesregierung auf, „den kontinuier­lichen weltweiten Einsatz für Religionsfreiheit fortzusetzen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Lage der christlichen Minderheiten zu legen”. Ferner solle sie für die weltweite Ächtung von Folter, Todes­strafe, Sklaverei, Ausbeutung und Menschenhandel eintreten.

Herr Beck spricht vom “Schutz der kollektiven Religionsfreiheit” – es zeigt sich aktuell immer wieder, dass Muslime die Möglichkeiten unseres Grundgesetzes bezüglich Moscheebau/Religionsfreiheit in Wirklichkeit nicht dankbar beantworten (Dabei ist das Schweizer Votum zum Minarettverbot ja kein deutsches! – Es gibt im arabischen Raum auch Moscheen ohne Minarett und selbst führende Muslime sagen, dass es kein Problem sei, in einer Moschee ohne Minarett zu beten). – Das Gegenteil zur Dankbarkeit erleben wir: Die Angriffe gegen das Kreuz und andere christliche Symbole und Werte werden häufiger. Es zeigt sich jetzt deutlich, dass Zugeständnisse unsererseits als Schwäche ausgelegt werden.

Es ist also angesagt, auch von den anderen Respekt gegenüber unseren Werten und Überzeugungen einzufordern und damit zu unserem Glauben zu stehen. Muslime sollen erkennen, dass Christen keine Ungläubigen sind, weil sie an den einen, dreifaltigen und lebendigen Gott glauben, der in Jesus Christus Mensch geworden und der alleinige Retter aller Menschen ist, auch der Muslime.

HJE

Share

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Taizélied: Nada te turbe – Gott allein genügt

Wetterwarnungen

Ein wichtiges Urteil…

RSS PC-Welt

Coronavirus in Deutschland

Nicht von “Außerirdischen”

Starkes Glaubenszeugnis

Nigeria: Rache an Unschuldige

Evolution? Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde

Das zweite Gebot…

266400 KM h – Unfassbar!

Widerstand gegen neuartige, bibelwidrige Segnungsgottesdienste

Applaus auf dem Kirchentag – “Die Menschen tauschten die Wahrheit Gottes gegen die Lüge”

Überfällig!

RSS Ein neues Pfingsten – Freude am Glauben

RSS Für die Menschenrechte – Arbeitsgruppe VS

  • Pakistan: Christliche Tagelöhner unter Druck und in Not
    Frankfurt am Main. „Ich hoffe, diese E-Mail wird Sie bei guter Gesundheit finden. Ich bitte Sie inständig um Hilfe für unsere armen Mitchristen in Pakistan. Ich weiß, dass es aufgrund dieser Pandemie überall auf der Welt gleich ist. Und Pakistan ist keine Ausnahme, aber die Christen in Pakistan leiden mehr als alle anderen religiösen Minderheiten […]

Unmenschlich!

Jesus ist Herr, König der Könige

Peter Hahne mit der zeitlosen Botschaft