Home » Menschenrechte » Massenverhaftungen von Konvertiten im Iran

Synodaler Weg?

Tag für Tag mit Gott

Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

Gewalt gegen Christen auch in Deutschland

Akuter Handlungsbedarf!

Kein Menschenrecht!

Wähle Themenbereich

Massenverhaftungen von Konvertiten im Iran

Print Friendly, PDF & Email

Frankfurt am Main. Die Islamische Republik Iran hat die Verfolgung von christlichen Konvertiten und Hausgemeinden weiter verschärft. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) heute in einer Pressekonferenz in Düsseldorf berichtet, hat in den vergangenen Monaten die Zahl der Verhaftungen und Einschüchterungen deutlich zugenommen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärte, die berechtigte Sorge vor Irans Nuklearprogramm dürfe nicht von der Entrechtung der Bürger des Iran ablenken. Die Bundesregierung und die EU müssten die Einhaltung von Menschenrechtsverträgen unmissverständlich einfordern. Stille Diplomatie habe beim Iran ihr Ziel verfehlt.

Gegenwärtig fände eine Welle von Verhaftungen in den Großstädten Ahwaz, Theran, Esfahan, Shiraz und Kermanshah statt. In den vergangenen zwei Jahren seien nach Informationen der IGFM mehrere hundert Konvertiten verhaftet und hunderte von Bibeln verbrannt worden. Teilweise würden ganze Gruppen verhaftet, so etwa am 29. Februar 2012, als Sicherheitskräfte 13 Personen in einer Kirche in Kermanshah festnahmen.

Die IGFM weist darauf hin, dass vor allem die Leiter von Konvertitengemeinden systematisch vom iranischen Geheimdienst eingeschüchtert und bedroht werden. Da fast allen offiziell genehmigten Kirchengemeinden Gottesdienste in der Landessprache Farsi verboten sind und ehemalige Muslime Sorge vor Entdeckung und Verhaftung hätten, träfen sich die meisten Konvertiten heimlich in Hausgemeinden.

International Aufsehen erregte der Fall des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani. Entgegen der in der Islamischen Republik gängigen Praxis der Behörden war der Vater von zwei kleinen Kindern  ganz offiziell wegen „Abfall vom Islam“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehren“ zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Das am 22. September 2010 von einem Revolutionsgericht verhängte Todesurteil ist dank internationaler Proteste noch nicht vollstreckt. In Deutschland haben sich an der Appellaktion der IGFM bereits über 43.000 Menschen beteiligt.

Die IGFM deutschlandweit mit Mahnwachen, Lichterketterketten und anderen Protestaktionen auf den Fall des Pastors aufmerksam. Für das Jahr 2012 plant sie insgesamt 100 Mahnwachen. Auch in Düsseldorf fand direkt im Anschluss an die Pressekonferenz eine Mahnwache auf dem Heinrich-Heine-Platz statt. Mit Transparenten, Flyern und Plakaten machten die Menschenrechtler auf die Verletzung der Religionsfreiheit und die desaströse  Menschenrechtslage im Iran aufmerksam. Weitere große Aktionen wie ein Ostermarsch in der Hamburger Innenstadt am 7. April sind geplant.

Das härtere Vorgehen gegen Andersdenkende war mehrfach öffentlich angekündigt worden. Der „Führer“ der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Khamanei, rief im Oktober 2010 in einer Rede eine staatliche Kampagne gegen Christen, Bahai und Juden aus. Einschüchterungen und Drohungen hatten daraufhin deutlich zugenommen. Der iranische Geheimdienstminister, der schiitische Geistliche Heydar Moslehi, hatte Ende November 2011 “neue Anstrengungen” im Kampf gegen Hausgemeinden verkündet, die nach Auffassung der IGFM nun in ihrer vollen Tragweite zu spüren seien.

Share

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Taizélied: Nada te turbe – Gott allein genügt

Wetterwarnungen

Ein wichtiges Urteil…

RSS PC-Welt

Coronavirus in Deutschland

Nicht von “Außerirdischen”

Starkes Glaubenszeugnis

Nigeria: Rache an Unschuldige

Evolution? Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde

Das zweite Gebot…

266400 KM h – Unfassbar!

Widerstand gegen neuartige, bibelwidrige Segnungsgottesdienste

Applaus auf dem Kirchentag – “Die Menschen tauschten die Wahrheit Gottes gegen die Lüge”

Überfällig!

RSS Ein neues Pfingsten – Freude am Glauben

RSS Für die Menschenrechte – Arbeitsgruppe VS

  • Pakistan: Christliche Tagelöhner unter Druck und in Not
    Frankfurt am Main. „Ich hoffe, diese E-Mail wird Sie bei guter Gesundheit finden. Ich bitte Sie inständig um Hilfe für unsere armen Mitchristen in Pakistan. Ich weiß, dass es aufgrund dieser Pandemie überall auf der Welt gleich ist. Und Pakistan ist keine Ausnahme, aber die Christen in Pakistan leiden mehr als alle anderen religiösen Minderheiten […]

Unmenschlich!

Jesus ist Herr, König der Könige

Peter Hahne mit der zeitlosen Botschaft