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Alle Arbeitslager auflösen! China, Nordkorea und Vietnam im Visier

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Bei der heutigen Pressekonferenz zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Berlin ging es neben Nordkorea (siehe: „Tag der Menschenrechte: Nordkorea im Fokus“) auch um China und Vietnam: „Arbeitssklaven im weltgrößten Lagersystem der Erde zahlen mit ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit, mit Blut und Tränen für Schnäppchenpreise in Deutschland“. Durch ihre Ausbeutung im sogenannten Laogai würden auch „die Hungerlöhne“ bezahlter chinesischer Arbeiterinnen und Arbeiter in der Volksrepublik unterboten und konkurrenzlos niedrig gehalten. Die IGFM prangerte heute die Praxis der „Umerziehung durch Arbeit“ an und forderte die Bundesregierung auf, sich für die Auflösung aller Lager einzusetzen. Die Volksrepublik habe den deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialog ad absurdum geführt, beklagte die IGFM. Die Laogai-Resolution des deutschen Bundestages dürfe nicht weiter ignoriert werden. Der Tag der Menschenrechte sei der passende Anlass dafür, im Verhältnis zur Volksrepublik ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Die Praxis der „Umerziehung durch Arbeit“ hat sich nach Ansicht der IGFM „im Kern seit Mao nicht geändert“. Hinter dem Lächeln der neuen Parteiführung würden „Menschen ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren, ohne eine Möglichkeit zur Verteidigung oder Berufung per Verwaltungsbeschluss zu Lagerhäftlingen“, kritisierte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. Andersdenkende würden so systematisch mundtot gemacht. Der Machterhalt der KP Chinas sei der eigentliche Daseinszweck des Lagersystems. Erst am 9. Oktober hatte der Direktor der Zentralkommission für Justizreform, Jiang Wei, auf einer Pressekonferenz in Peking freimütig erklärt, diese Praxis spiele „eine wichtige Rolle, um unsere gesellschaftliche Ordnung zu bewahren“. Alle Versprechungen Pekings zu Reformen zum Schutz der Menschenrechte seien bisher bitter enttäuscht worden. Die Volkrepublik hat ihre Glaubwürdigkeit restlos verspielt.

„Laogai“: Weltgrößtes Lagersystem – millionenfache Ausbeutung.  „Deutschland darf nicht weiter durch Schweigen und Desinteresse Mitschuld am Elend von Millionen Lagerhäftlingen auf sich laden!“, appelliert die IGFM an alle Parteien des Bundestages. Chinesische Polizeidienststellen könnten ohne Richter und Anwälte Bürger der Volksrepublik China „administrativ“ für bis zu vier Jahre in Zwangsarbeitslager „zur Umerziehung“ einweisen. Im System der Zwangsarbeitslager, dem „Laogai“ Komplex, seien heute rund 1.000 Haftanstalten identifiziert. Schätzungsweise vier Millionen Menschen werden gegenwärtig darin zur Zwangsarbeit gezwungen, sieben Tage die Woche, bis zu mehr als 16 Stunden am Tag. Der IGFM liegen über 1.000 Berichte über Folter mit Todesfolge in chinesischen Haftanstalten und Umerziehungseinrichtungen vor.

Chinesische Regierung behindert Aufklärung der Ausbeutung. Die IGFM prangert an, dass die Behörden der Volksrepublik China diese Verbrechen nicht nur herunterspielten, sondern „hartnäckig und konsequent die Aufklärung von Zwangsarbeit behindern“. Vertreter und selbst Sprecher von Behörden verweigerten Auskünfte und Stellungnahmen. Polizei und Geheimdienst bedrohten Chinesen, die nach Informationen zu Zwangsarbeit und zum Lagersystem suchten, und Fachleute der IGFM erhielten keine Visa, um vor Ort recherchieren zu können.

Rechtsstaatsdialog ad absurdum geführt. Die IGFM betont, dass diese Praxis „himmelschreiend“ völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge verletze. Dennoch seien die Machthaber der Volksrepublik nicht gewillt, ihr Lagersystem aufzulösen. Folter sei nach chinesischem Recht zwar formell verboten, „sie wird in der Volksrepublik aber systematisch und mit unfassbarer Grausamkeit gegen Andersdenkende eingesetzt“, erläutert IGFM-Vorstandssprecher Lessenthin weiter, z.B. gegen Menschen, die sich gegen Korruption wehrten, für Arbeitnehmerrechte einträten oder gegen Angehörige der buddhistischen Meditationsschule Falun Gong und muslimische Uiguren.

„Deutschland muss Druck machen.“ Inzwischen gibt es Firmen, die selbst in Nordkorea produzieren lassen. Doch die Hoffnung, der Handel mit demokratischen Staaten würde auch zu einer demokratischen Öffnung und zum Schutz der elementaren Menschenrechte führen, hat sich nach Einschätzung der IGFM bisher nirgends erfüllt. „Internationale Abkommen alleine reichen nicht. Deutschland, als einer der wichtigsten Handelspartner Chinas, muss Druck machen.“ Die Volksrepublik verbiete freie Gewerkschaften und gehe gegen streikende Arbeiter sogar mit Soldaten vor. Arbeiterinnen und Arbeiter, die menschlichere Arbeitsbedingungen fordern, werden durch Lagerhaft zum Schweigen gebracht. „Die Arbeitslager sind so auf doppelte Weise ein Angriff auf die Rechte von Arbeitnehmern: Durch Lohndumping und durch die permanente Drohung, per Verwaltungsbeschluss vollends zum Sklaven zu werden“, erläutert die IGFM.

Vietnam: Exporterlöse für die Volksarmee. Auch in der Sozialistischen Republik Vietnam ist Zwangsarbeit in Gefängnissen und Umerziehungslagern ein lukratives Geschäft – gerade für den Staat, auch wenn Zwangsarbeit gesetzlich verboten ist. Unter dem Vorwand der „Umerziehung durch Arbeit“ produzieren Gefangene Kunsthandwerk oder bearbeiteten   Agrarprodukte. Allein der Export von Cashewnüssen bringt Vietnams Staatskasse jährlich 1,5 Milliarden US Dollar ein. Das Gefangenenlager Z30A Xuan Loc in der südvietnamesischen Provinz Dong Nai ist nach Angaben der IGFM mit seinen rund 7.000 Insassen eine der Hauptproduktionsstätten von Cashewnüssen der Export-Firma Thanh Binh, einer Firma im Besitz der Vietnamesischen Volksarmee.

Durch Zwangsarbeit erblindet – Kampagne gegen „Blut-Cashewnüsse“. Mehrere ehemalige politische Gefangene berichteten der IGFM, dass sie dazu gezwungen wurden, täglich bis zu 32 kg Cashewnüsse zu bearbeiten. Wenn sie das Produktionsziel nicht erreichten, wurden sie unter anderem mit Isolationshaft bestraft. Das Brechen der Schale von Cashews kann wegen des dabei austretenden toxischen Öls Cardol zu schweren Hautverätzungen führen. Die meisten Gefangenen, die mit Cashews arbeiten müssen, tragen Narben am Gesicht, an den Händen oder Armen. Einige verloren durch Verätzungen sogar ihr Augenlicht. 

Die IGFM hat aus diesem Grund eine Boykott-Kampagne gegen Blut-Cashewnüsse mit ins Leben gerufen und eine “Weiße Liste” von Firmen in Deutschland veröffentlicht, die eine Zertifizierung für die unbedenkliche Herkunft ihrer Cashews vorlegen konnten. Namhafte Firmen beteiligen sich an der Aktion, wie z.B. Alnatura und tegut – andere bedeutende Firmen wollten oder konnten die Herkunft ihrer Produkte nicht dokumentieren.

>>>Mehr Infos zur Kampagne gegen Blut-Cashewnüsse

>>>Weitere Informationen zum Lagersystem der Volksrepublik China

>>>Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte

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Wie der Einsatz für Gefangene und Verfolgte Früchte trägt

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Der wegen “Abfall vom Islam” zum Tode verurteilte iranische Pastor Youcef Nadarkhani kam am 8. September 2012 frei, nachdem die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) über 60.000 Unterschriften gesammelt und viele Christen für die Freilassung gebetet hatten.

Das Villinger IGFM-Team nimmt dies – in Kooperation mit der Christlichen Gemeinde Lantwattenstr. Villingen – zum Anlass, am 27. Oktober 2012 (20 Uhr, Gemeindezentrum, Lantwattenstr. 4, 78050 VS-Villingen) einen Vortrag mit Gesprächsrunde anzubieten: “Einsatz für Opfer religiös motivierter Gewalt am Beispiel von Pastor Youcef Nadarkhani”. Zuvor gibt es von 9 bis 15 Uhr einen Info-Stand mit Mahnwache in der Villinger Fußgängerzone. >>>Download Flyer

Referentin ist die aus dem Iran stammende Pastorin Mahin Mousapour; sie wird auch auf die Situation der bedrängten Hauskirchengemeinden in ihrem Heimatland eingehen, deren Mitglieder ehemalige Muslime sind. Frau Mousapour lebt seit 25 Jahren in Deutschland und leitet eine Gemeinde ehemaliger Muslime in der Nähe von Frankfurt am Main.

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Kindersklaverei und Analphabetentum heute noch bittere Realität

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„Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten“ – so sagt es Artikel 4 der „Allgemeinen Menschenrechtserklärung“ der Vereinten Nationen vom 10.12. 1948. Und in Artikel 26 der gleichen Erklärung wird das Recht auf Bildung festgeschrieben. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine große Lücke.

Weltweit müssen 215 Millionen Kinder arbeiten, oft unter härtesten Bedingungen. Die meisten sind vom Schulbesuch ausgeschlossen und bleiben Analphabeten. Ein Beispiel dafür sind Kinder aus Ziegeleiarbeiterfamilien in Pakistan.

Die Eltern sind als sogenannte Schuldsklaven ihren Arbeitgebern ausgeliefert; die Kinder müssen mitarbeiten und leben mit ihren Eltern in armseligen Behausungen innerhalb des Ziegeleigeländes. Es gibt keinerlei Infrastruktur: Kein fließendes Wasser, keine sanitäre Anlagen, kein Strom und keine Telekommunikation.

In Pakistan gibt es zwar das Recht auf Schulbildung, jedoch keine allgemeine Schulpflicht. Der Verein ‚Pakistanhilfe VS‘ hat mit dem Projekt „Schulbildung statt Kinderarbeit“ einen Schritt zur Befreiung der Kinder aus dem Analphabetentum und damit aus der sonst lebenslangen Sklaverei unternommen.  Kooperationspartner sind die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die „Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)“. Es geht darum, 240 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren eine einjährige Vorschulausbildung zu geben, die sie zum Eintritt in das normale Schulsystem befähigt.

Das Projekt – samt Unterstützungsmöglichkeiten – wurde im Rahmen des Vortrags „Bedrängte und benachteiligte Christen in Pakistan und Indien“ am 28. Juni 2012 im Pfarrsaal Heilig Kreuz, 78048 Villingen-Schwenningen, vorgestellt. Die beiden Referenten (Walter Flick und Heinz J. Ernst) von der IGFM haben selbst Ziegeleien in Pakistan besucht und die Problematik auch mit den Ziegeleibesitzern erörtert. Weitere Info unter: 07721 53971 (H. Ernst) und www.pakistanhilfe-vs.de

Eingeladen hatten: Bildungswerk Heilig Kreuz Villingen, Verein Pakistanhilfe VS und die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Schwarzwald Baar.

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Massenverhaftungen von Konvertiten im Iran

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Frankfurt am Main. Die Islamische Republik Iran hat die Verfolgung von christlichen Konvertiten und Hausgemeinden weiter verschärft. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) heute in einer Pressekonferenz in Düsseldorf berichtet, hat in den vergangenen Monaten die Zahl der Verhaftungen und Einschüchterungen deutlich zugenommen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärte, die berechtigte Sorge vor Irans Nuklearprogramm dürfe nicht von der Entrechtung der Bürger des Iran ablenken. Die Bundesregierung und die EU müssten die Einhaltung von Menschenrechtsverträgen unmissverständlich einfordern. Stille Diplomatie habe beim Iran ihr Ziel verfehlt.

Gegenwärtig fände eine Welle von Verhaftungen in den Großstädten Ahwaz, Theran, Esfahan, Shiraz und Kermanshah statt. In den vergangenen zwei Jahren seien nach Informationen der IGFM mehrere hundert Konvertiten verhaftet und hunderte von Bibeln verbrannt worden. Teilweise würden ganze Gruppen verhaftet, so etwa am 29. Februar 2012, als Sicherheitskräfte 13 Personen in einer Kirche in Kermanshah festnahmen.

Die IGFM weist darauf hin, dass vor allem die Leiter von Konvertitengemeinden systematisch vom iranischen Geheimdienst eingeschüchtert und bedroht werden. Da fast allen offiziell genehmigten Kirchengemeinden Gottesdienste in der Landessprache Farsi verboten sind und ehemalige Muslime Sorge vor Entdeckung und Verhaftung hätten, träfen sich die meisten Konvertiten heimlich in Hausgemeinden.

International Aufsehen erregte der Fall des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani. Entgegen der in der Islamischen Republik gängigen Praxis der Behörden war der Vater von zwei kleinen Kindern  ganz offiziell wegen „Abfall vom Islam“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehren“ zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Das am 22. September 2010 von einem Revolutionsgericht verhängte Todesurteil ist dank internationaler Proteste noch nicht vollstreckt. In Deutschland haben sich an der Appellaktion der IGFM bereits über 43.000 Menschen beteiligt.

Die IGFM deutschlandweit mit Mahnwachen, Lichterketterketten und anderen Protestaktionen auf den Fall des Pastors aufmerksam. Für das Jahr 2012 plant sie insgesamt 100 Mahnwachen. Auch in Düsseldorf fand direkt im Anschluss an die Pressekonferenz eine Mahnwache auf dem Heinrich-Heine-Platz statt. Mit Transparenten, Flyern und Plakaten machten die Menschenrechtler auf die Verletzung der Religionsfreiheit und die desaströse  Menschenrechtslage im Iran aufmerksam. Weitere große Aktionen wie ein Ostermarsch in der Hamburger Innenstadt am 7. April sind geplant.

Das härtere Vorgehen gegen Andersdenkende war mehrfach öffentlich angekündigt worden. Der „Führer“ der Islamischen Republik Iran, Ayatollah Khamanei, rief im Oktober 2010 in einer Rede eine staatliche Kampagne gegen Christen, Bahai und Juden aus. Einschüchterungen und Drohungen hatten daraufhin deutlich zugenommen. Der iranische Geheimdienstminister, der schiitische Geistliche Heydar Moslehi, hatte Ende November 2011 “neue Anstrengungen” im Kampf gegen Hausgemeinden verkündet, die nach Auffassung der IGFM nun in ihrer vollen Tragweite zu spüren seien.

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Iwan I. Agrusow – Ein Leben für die Menschenrechte

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Der Tod eines geliebten und wertvollen Menschen erfüllt uns mit Trauer. Das ist auch beim Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, Iwan Iwanowitsch Agrusow der Fall. Aber auch Freude und Dankbarkeit stellen sich ein, wenn man seinen Lebensweg und sein Engagement für die Menschenrechte kennt:

Iwan Iwanowitsch Agrusow, Gründer der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), ist in der Nacht zum 1. Februar 2012 im Alter von 87 Jahren verstorben. Agrusow wirkte von 1972 bis 1995 als Geschäftsführender Vorsitzender der in Frankfurt am Main ansässigen Menschenrechtsgesellschaft. 1995 musste er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Menschenrechtsarbeit zurückziehen.

Tausende Mitglieder trauern weltweit in 38 Sektionen und nationalen Gruppen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte um Iwan I. Agrusow, der sein Leben ganz dem Einsatz für die Menschenrechte gewidmet hatte. Die Gründung der „Gesellschaft für Menschenrechte“ – später „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ – erfolgte am 8. April 1972 in Frankfurt am Main maßgeblich auf seine Initiative hin.

Für Agrusow war Menschenrechtsarbeit immer ein Akt christlicher Nächstenliebe, eine Ehrensache, für jene einzutreten, die sich nicht selbst helfen konnten. Er wurde beschimpft, diskriminiert, verleumdet und bespitzelt – die DDR-Staatssicherheit als langer Arm des KGB machte auch in Frankfurt davor nicht halt. Seine „Stasi-Akten“ umfassen Tausende von Seiten. Nach zwei Schlaganfällen zog er sich 1995 aus dem aktiven Geschäft als IGFM-Geschäftsführer zurück, blieb aber Ratgeber ihres Vorstands bis zu seinem Tod.

Karl Hafen, Nachfolger von Iwan I. Agrusow im Amt des Geschäftsführenden Vorsitzenden: „Iwan Iwanowitsch Agrusow war der Inbegriff von Mut und Demut, ein Vorbild für jeden Menschenrechtler. Ihm wurde im II. Weltkrieg seine Jugend gestohlen und während des Kalten Krieges viel Unrecht getan. Gott sei Dank hat er das nie zu nahe an sich herangelassen; er hatte Wichtigeres zu tun. Sein Leben stand ganz im Einsatz für die Menschenrechte. Für ihn ein Akt der christlichen Nächstenliebe, eine Ehrensache. So wird und muss es weitergehen: Eine Trauerpause hätte er nicht gewollt, es gibt Dringlicheres. Menschenrechtsverletzungen machen auch keine Pause.“

PS: Ich selbst lernte Iwan Agrusow sechs Wochen vor seinem Tod persönlich kennen. – Er war praktizierendes Mitglied der russisch-orthodoxen Kirche und ging gestärkt durch die heiligen Sakramente im Frieden heim. Jesus sagt, dass Gott kein Gott der Toten sei, sondern von Lebenden; denn für ihn sind alle lebendig (vgl. Lukas 20,38). Heinz Josef Ernst

Einen Nachruf finden Sie auf der IGFM Webseite sowie auf der Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte

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Jeder Tag ist ein Tag der Menschenrechte

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Jeder Tag sollte ein Tag der Menschenrechte sein, nicht nur der 10. Dezember, Jahrestag der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen im Jahre 1948.

Daher: Jeden Tag der Liebe Raum geben – dazu gehören die Werke der Barmherzigkeit, wie sie im Katechismus der katholischen Kirche, Artikel 2447, zusammengefasst sind: Gemäß Matthäus Kapitel 25 begegnen wir Christus im Armen, Hungrigen und Durstigen, Kranken, Nackten, Gefangenen und Fremden. Ihn in diesen Geringsten zu erkennen und ihm zu essen oder zu trinken zu geben, ihn im Gefängnis oder im Krankenhaus zu besuchen, sich für die Freilassung von Gefangenen einzusetzen, den Asylsuchenden nicht abzuschieben, etc., sind die sogenannten leiblichen Werke der Barmherzigkeit. Hinzu kommen die geistigen Werke der Barmherzigkeit: “Belehren, raten, trösten, ermutigen, sowie vergeben und geduldig ertragen”. 

Unter dem Titel: “Der Liebe Raum geben” bietet die Fatima-Aktion, Hauptstraße 22, 88353 Kisslegg, Tel. 07563 92003, ein Taschenbüchlein für unterwegs an, das Grundgebete, Situationsgebete, Glaubensinformationen und Infos zur Lebenshilfe enthält. Auf Seite 26 zum Beispiel sind die oben genannten Werke der Barmherzigkeit aufgeführt. – “Der Liebe Raum geben” ist ein guter Weggefährte, nicht nur für unterwegs. – HJE 

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Dienen bis ER kommt

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Wie lange noch dienen? Soll man nach einer Krankheit, die die Gesundheit einschränkt, aufhören? – Diese Fragen stellen sich aber leidenschaftlichen Nachfolgern Jesu Christi wie dem Heiligen Petrus Claver (1581 bis 1654) – Jesuitenmissionar in Kolumbien – kaum. Er wirkte in Cartanega, damals Zentrum des Handels mit Sklaven aus Afrika. Jeden Monat landete ein neues Schiff mit 1000 schwarzen Sklaven, zu deren Tröster, Helfer und Beschützer er sich machte. 38 Jahre arbeitete er unermüdlich als Seelsorger, Krankenpfleger und Missionar, besuchte Gefangene im Kerker und begleitete zum Tode Verurteilte. Verständlicherweise zog er sich, der sich selbst Sklave der Sklaven nannte, den Haß der Befürworter des Menschenhandels zu. Obwohl seine Kräfte vier Jahre vor seinem Tod so gut wie erschöpft waren, diente er den Menschen – halb gelähmt im Lehnstuhl sitzend – als Ratgeber und Beichtvater.

Nicht nur in der Kirchengeschichte gibt es – bis zum heutigen Tag – etliche Beispiele für solch ein heroisches Durchhalten im Dienst für Christus am Menschen. Ich denke an Ärzte, Schwestern und Priester in Entwicklungsländern, die das Letzte geben, an Menschenrechtsverteidiger, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um Gefangenen und zum Tode Verurteilten beizustehen. Zum Beispiel der im März 2011 ermordete pakistanische Minderheitenminister, Shabbaz Bhatti, der schon in 2005 – im Hinblick auf die erhaltenen Morddrohungen – sein Vermächtnis niederschrieb: „…Für Christus will ich leben und für Ihn will ich sterben. Deshalb verspüre ich keine Angst in diesem Land. Viele Male wollten mich die Extremisten ermorden oder einsperren. Sie haben mich bedroht, verfolgt und meine Familie terrorisiert. Ich aber sage: Solange ich lebe, bis zu meinem letzten Atemzug, werde ich fortfahren, Jesus zu dienen und dieser armen, leidenden Menschheit, den Christen, den Notleidenden, den Armen…” >>>Zurück zur ersten LiebeHJE

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Den geringsten Seiner Brüder dienen

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Bei meinem Einsatz für die Menschenrechte höre ich gelegentlich den Einwand: „Was kommt denn dabei heraus? Es ändert sich ja doch nichts!“ – Nun, jemand, der schnelle Erfolge erwartet, wird enttäuscht und kann leicht in Resignation verfallen. Jemand aber, der das Kapitel 25 des Matthäus-Evangeliums kennt und von Jesu Wort berührt wurde, hat für sein Tun eine andere Motivation als den schnellen Erfolg zu suchen.

Jesus nennt das Kriterium, nach dem er beim jüngsten Gericht urteilen wird: Dies ist – kurz gesagt – das Faktum, ihn in den Notleidenden erkannt zu haben oder nicht. Zu den Notleidenden zählt er die Hungrigen und Durstigen, die Fremden, Nackten, Kranken und Gefangenen. Diesen in Liebe zu begegnen sind die sogenannten  Werke der Barmherzigkeit, wie es im Katechismus der katholischen Kirche, Artikel 2447, beschrieben ist. Dort werden ‘belehren, raten, trösten, ermutigen sowie vergeben und geduldig ertragen‘ als geistliche Werke, ‚Hungrige speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen und Tote begraben‘ als leibliche Werke (der Barmherzigkeit) bezeichnet.

So wie Gott barmherzig ist, so sollen auch wir es sein. Wir erfüllen also sein Gebot, wenn wir im Notleidenden den (leidenden) Christus erkennen und ihm dienen. Gibt es schöneres? – HJE 

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Mit der IGFM auf dem Kirchentag in Dresden

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Mit einem Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentierte sich auch die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)“ vom 2. bis 4. Juni 2011.

Ev. Kirchentag Dresden 2011

Im Fokus stand der Einsatz für die Religionsfreiheit, einschließlich des Rechts auf Religionswechsel, sowie das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit (Artikel 18/19 der Allgemeinen Menschenrechtserklärung vom 10.12.1948). – Heinz Josef Ernst

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Menschenrechte auch für Christen weltweit

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Beinahe täglich gibt es Meldungen aus islamisch dominierten Ländern über brutale Übergriffe auf Christen und kirchliche Einrichtungen. Wie aktuell die CSI berichtet, kommt es auch in Äthiopien immer wieder zu christenfeindlichen Übergriffen. So setzten Anfang März Muslimextremisten in Asendabo und Umgebung 59 Kirchen und 28 Häuser, die von Christen bewohnt wurden, in Brand. Sie vertrieben dabei mindestens 4000 Christen. Auslöser waren Gerüchte, wonach ein Christ einen Koran zerrissen haben soll. Es ist erschreckend, dass auf ein bloßes Gerücht hin (dem in der Regel kein realer Tatbestand zugrunde liegt) eine solche Gewaltanwendung überhaupt möglich ist. Die Ursache liegt in der Intoleranz des Islams gegenüber dem Christentum; dabei gibt es nicht “den Islam”, sondern moderate und extreme Ausrichtungen.

Ein anderer Schauplatz der Unfreiheit für Christen ist China. Die deutschen Bischöfe rufen die Gläubigen auf, an kommenden Dienstag (24. Mai 11) für die Anliegen der Kirche in China zu beten. Die chinesischen Christen befinden sich in einer schwierigen Lage, vor allem wegen der permanenten Einmischung des Staates in kirchliche Belange, wie zum Beispiel Bischofsernennungen, die – was die katholische Kirche anbetrifft – eine Angelegenheit der Weltkirche (Rom) sind.

Leider wird auch hier die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948, die in Paragraf 18 den Anspruch eines jeden Menschen auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit festschreibt, mit Füßen getreten.

Josef Bordat empfiehlt auf seinem Blog die Unterzeichnung einer entsprechenden Petition für verfolgte Christen an den Deutschen Bundestag, was ich hiermit unterstütze. – Heinz Josef Ernst

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Einladung zum Vortrag am 04.10.2021: “Menschliche Sexualität – Gabe und Aufgabe”

Petrus-Brüder: Kein Nachwuchsmangel

Mit IHM, dem Alpha und dem Omega

Eine Schande für die EU

RSS Für die Menschenrechte – Arbeitsgruppe VS

  • Christliche Konvertiten auch in Westeuropa bedroht
    Frankreich: Zum Christentum konvertierte Muslime massiv verfolgt: https://t.co/SMoMQtM3QL— Heinz Josef Ernst (@ernesto4711) April 3, 2021 The post Christliche Konvertiten auch in Westeuropa bedroht first appeared on Für die Menschenrechte.

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