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“100 sec vor 12”

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Das wahre Motiv der Gewalt in Nigeria

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Seit ungefähr zwei Jahren ist im Hinblick auf die häufigen Massaker an Christen immer wieder die Rede von ethnischen Konflikten. Dabei ist das Ziel der islamischen Sekte Boko Haram („westliche Bildung ist Sünde“), das islamische Recht (Scharia) in ganz Nigeria einzuführen, also auch im christlichen Süden, hinreichend bekannt. Bedurfte es wirklich erst eines Ultimatums an die christlichen Bewohner des überwiegend muslimischen Nordens, innerhalb von drei Tagen die Region zu verlassen, um das eigentliche Gewaltmotiv zu erkennen?

Um ihr religiöses und politisches Ziel zu erreichen, stiften islamische Terroristen zunächst Unruhe und Chaos, um die Stabilität des Staates zu untergraben. Die Aussage von Erzbischof von Abuja, John Olorunfemi Onaiyekan, ist somit nicht falsch wenn er sagt, dass sich der islamische Terror nicht nur gegen Christen, sondern gegen das ganze Land richte. Es wurden zwar bei den Anschlägen (leider) auch muslimische Passanten getroffen, aber eigentlich richten sie sich gegen Christen, die für die Islamisten das Haupthindernis zum islamischen „Gottesstaat“ sind. – Vermutlich kommt das Geld für den anvisierten Umsturz aus Saudi-Arabien.

Das Wirken der Islamisten wird oder wurde von mehreren Seiten aus begünstigt:

  • Die nigerianische Regierung ist zu schwach. Der Kardinal von Lagos hat deren Laxheit im Vorgehen gegen antichristliche Terroristen kritisiert: „Wenn die Regierung nicht dazu imstande ist, das Leben ihrer Bürger zu schützen, wozu haben wir denn überhaupt eine Regierung?“
  • Die islamischen Führer sind nicht konsequent. Es reicht nicht aus, wenn sie sich von Boko Haram mit der Aussage distanzieren, dass diese Sekte nicht zum wahren Islam gehöre. [Anmerkung: Wer repräsentiert den wahren Islam? Die Sunniten oder Schiiten? Gehören die Taliban, die Salafisten und andere radikale Gruppierungen etwa nicht dazu?]
  • Die Warnung vor einer religiösen Interpretation der jüngsten Gewalttaten, wie sie zum Beispiel der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mazyk, ausgesprochen hat: „Dem Islam nutzten die Angriffe nicht, sondern vielmehr denjenigen, die kein Interesse an der Stabilität des ölreichen Landes hätten“. Bedeutet also: Weil die Angriffe dem Islam nicht nutzen, sind sie nicht religiös motiviert. Mazyk sollte lieber sagen: Weil die Angriffe dem (friedlichen) Islam schaden, dürfen Muslime in der ganzen Welt nicht dazu schweigen: Sie müssen sich klar und eindeutig gegen jegliche religiöse Gewalt positionieren. Dies fordert aktuell auch der Fraktionschef der CDU/CSU Volker Kauder.
  • Auch nigerianische Bischöfe haben in der Vergangenheit die Gewalt gegenüber Christen relativiert, um die Spannungen nicht weiter anzuheizen. Diese Beurteilung haben auch ausländische Bischöfe unkritisch übernommen.

Die aktuelle Berichterstattung spricht von einem „Kampf zwischen Christen und Muslimen in Nigeria“. Stopp: Dies ist schon wieder eine Relativierung. Die erste Frage ist, von welcher Seite geht die Gewalt aus? Die zweite Frage: Gehört Boko Haram jetzt auf einmal doch zum Islam? Die dritte Frage: Dürfen sich angegriffene Christen selbst verteidigen, weil der Staat einfach zu schwach ist? Christen kennen zwar die Feindesliebe ihres Herrn und Heilandes Jesus Christus – aber ganz ehrlich, wie würden wir uns verhalten? Würden wir uns freiwillig abschlachten lassen? Christen fliehen in der Regel, wenn sie noch können: Aufgrund der fortdauernden Angriffe wurden Hunderte in die Flucht getrieben. Ein Ende der Fluchtbewegungen ist noch nicht abzusehen. Beten wir doch dafür, dass der Staat endlich die bedrohten Christen und ihre Kirchen schützt, damit Christen nicht selbst zur Waffe greifen müssen. – HJE

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Iran: Abhängigkeit der Frauen soll noch verschärft werden

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Frankfurt am Main. Die iranische Regierung unter Mahmud Ahmadinedschad will durch einen verschärften Gesetzentwurf „zum Schutz der Familie“ die Polygamie erleichtern und die Stellung von Frauen im Iran noch weiter schwächen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wies darauf hin, dass die Regierung mit Nachdruck versucht – gegen den erbitterten Widerstand von Frauenrechtlerinnen und Reformern – Zusätze zum Gesetz durchzusetzen. Am 30. August 2010 erklärte Parlamentspräsident Ali Laridschani, dass die umstrittenen Ergänzungen erneut an den Rechtsauschuss verwiesen sind – obwohl diese Artikel bereits vom Parlament verworfen wurden, so die IGFM.

Nach dem im Iran geltenden Rechtssystem, der Scharia, dürfen islamische Männer bis zu vier Ehefrauen gleichzeitig haben. Frauen ist die Ehe mit mehreren Männern dagegen strengstens verboten. Außerdem dürfen im Iran schiitisch-muslimische Männer zeitlich befristete Ehen ohne Versorgungsansprüche gegenüber der „Ehefrau“ eingehen, z.B. für eine Nacht oder für einen Geschlechtsverkehr. Iranische Frauenrechtlerinnen kritisieren diese Praxis als religiös legitimierte Prostitution.

Fundamentalistinnen befürworten erleichterte Polygamie. Die IGFM berichtet, dass islamische Hardliner im iranischen Parlament die Streichung der von der Regierung eingebrachten Artikel 23 und 24 bemängelten. Zu dieser Gruppe gehören auch Frauen, die mit Unterstützung von Präsident Ahmadinedschad und des „Führers“ der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Khamenei, Abgeordnete werden konnten. Die Sprecherin der Frauenfraktion des iranischen Parlaments, Laleh Eftekhari, rechtfertigte die Schlechterstellung von Frauen in einem Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur Mehr:

„Wir sollten nicht das nachplappern, was die internationale Gemeinschaft möchte. Nach den Geboten Gottes und der heiligen Scharia ist die Einwilligung der ersten Ehefrau zur erneuten Eheschließung nicht erforderlich.“ (…) „Die [islamischen] Rechtsgelehrten widersprechen der Notwendigkeit einer Erlaubnis durch die Ehefrau [für eine oder mehrere weitere Eheschließungen].“

Totale Abhängigkeit der Frauen. Die IGFM wies darauf hin, dass auch bei der aktuell geltenden Gesetzeslage Frauen weitere Ehen ihres Mannes nur schwer verhindern können. Durch die vom islamischen Recht geprägte gesellschaftliche und rechtliche Lage seien sie in aller Regel völlig von ihrem Ehemann abhängig und könnten von ihm ohne Angabe von Gründen und praktisch ohne Unterhalt jederzeit verstoßen werden, kritisiert die IGFM. – Quelle: IGFM, 31.08.2010

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