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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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„Gott schütze unser Land!“

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Der neu gewählte Bundespräsident, Christian Wulff wagte es – ähnlich wie erstmals Horst Köhler –, seine Antrittsrede mit den Worten: „Gott schütze unser Land!“ zu schließen. Apropos Köhler: Im Vorfeld zum 2. Ökumenischen Kirchentag (12. bis 16. Mai 2010) sagte er in einem Interview der Wochenzeitung Rheinischer Merkur zur Mission bei uns: “Meine Bitte an die christlichen Kirchen ist: Kämpfen Sie um jeden Einzelnen. Die Botschaft Gottes ist etwas Gutes, weil sie den Menschen hilft.” Über seinen eigenen Glauben sagte das ehemalige Staatsoberhaupt: “Das Christsein gibt mir Verwurzelung und Werte; es lehrt mich vor allem Demut. Ich weiß, dass ich nicht auf alles letzte Antworten habe. Der Glaube an Gott gibt mir aber Grundzuversicht, und aus dem christlichen Glauben schöpfe ich Orientierung.”

Christian Wulff  liegt wohl auf Köhlers “Wellenlänge”. Schließlich ist er seit 2005 Mitglied des Kuratoriums “ProChrist”. Leiter ist Pfarrer Ulrich Parzany aus Kassel. Zum Kuratorium gehören auch Politiker, darunter die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Im Vorfeld seiner Wahl wurde Wulff wegen seines Engagements bei den Evangelikalen heftig angegriffen und die Frage ist, ob er als Bundespräsident diese Mitgliedschaft aufrecht erhalten wird.

Unabhängig davon erwarte ich von Christian Wulff – analog zu Köhler – gute Impulse im Bereich des christlichen Bekenntnisses und hoffe gleichzeitig, dass er seine Grenzen erkennt und sich bei innerkirchlichen Diskussionen (Zölibat, …, etc.) zurückhält.

Gott schütze Sie Herr Bundespräsident, er lenke und leite Sie in Ihrem Tun! – HJE

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