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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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Sich für religiös Verfolgte und Bedrängte einsetzen!

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Christen bilden die größte Gruppe bei den weltweit religiös Verfolgten und Bedrängten. Zu deren Unterstützung gibt es einige Initiativen und Organisationen, wie die ‘Internationale Gesellschaft für Menschenrechte’ (IGFM) in Frankfurt am Main. – Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) beispielsweise hat die Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen“ ins Leben gerufen; die Organisation ‘Open Doors’ lädt – gemeinsam mit der Evangelischen Allianz – zu einem weltweiten Gebetstag am Sonntag, 14. November 2010 ein, alternativ am 7. oder 21. November. – Die Villinger Heilig-Kreuz-Pfarrei wählte bereits den 7. November.

In der Hinführung zum Thema sagte der Verfasser dieses Beitrags: In über 60 Ländern gibt es keine Religionsfreiheit und die größte Christenverfolgung aller Zeiten dauert unvermindert an.

Während wir unsere Gottesdienste unbehelligt feiern können, geht es beispielsweise in Pakistan nur, wenn die Kirche mit hoher Mauer, Stahltor und bewaffnetem Sicherheitspersonal geschützt ist. Oder gehen wir in den Irak: Jeder weitere Anschlag wie am letzten Sonntag auf eine katholische Kirche in Bagdad fördert den Exodus der Christen. Bei der Befreiungsaktion nach einer Geiselnahme kamen 58 Menschen ums Leben. Unter ihnen sind zehn Frauen und acht Kinder. Zwei Priester wurden hingerichtet. Ihre Beisetzung war am Dienstag.  Beim Requiem sagte der syrisch-katholische Erzbischof [Basile Georges Casmoussa] von Mossul:

„Für unsere christliche Gemeinschaft ist das eine wahre Katastrophe – in menschlicher und in religiöser Hinsicht. Das löst Panik aus. Wir versuchen ja wirklich alles, um Dialog und Zusammenarbeit in Gang zu bringen; aber wenn wir dann sehen, dass – vor allem von den Behörden – keine adäquate Antwort kommt, dann fühlen wir uns vollkommen schutzlos. Jetzt muss die UNO handeln, um diese kleine Gemeinschaft zu retten!“

„Die Geschichte hat uns zu einer kleinen Herde gemacht“, sagte Papst Benedikt bei der Einladung zu der jetzt beendeten Nahost-Synode in Rom…Ob in Ägypten, Libanon, der Türkei oder Iran, überall fühlen sich die Christen durch das Erstarken des politischen Islam bedroht. Der Orient erlebe eine regelrechte christliche Entvölkerung, so das besorgte Fazit des Vatikans.“ – Erst vor einer guten Woche beschwor die Bischofssynode den Überlebenswillen der Christen im Nahen Osten. Jetzt kommt das böse Erwachen. Nach dem soeben geschilderten Geiseldrama steht das Christentum im Irak womöglich vor dem endgültigen Aus.

Bedrängnis, Diskriminierung und Verfolgung sind in den 64 Ländern mit eingeschränkter Religionsfreiheit unterschiedlich ausgeprägt:

  • In manchen Ländern wird das religiöse Bekenntnis zwar grundsätzlich geachtet. Sobald Christen sich jedoch mutig für die Menschenrechte einsetzen und sich an die Seite der Armen stellen, sind sie gefährdet. Dies betrifft vor allem Lateinamerika. Priester und Laien haben bereits einen hohen Blutzoll entrichtet. Die Bedrohung bleibt.
  • Auch die Situation in kommunistischen Staaten ist nach wie vor bedrückend. Zwar hat sich in China und Vietnam manches gebessert. Die Kirche lebt dort inzwischen freier, wenngleich die Verhältnisse regional sehr unterschiedlich sind. Aber nach wie vor wird in diesen Ländern der Aktionsradius von Kirche und Christen eingeengt, und die staatlichen Behörden greifen in die inneren Angelegenheiten der Kirche ein. Zu erwähnen ist besonders Nordkorea. Es wird geschätzt, dass dort zwischen 50.000 und 70.000 Christen in über 30 Arbeits- und Straflagern gefangen gehalten werden. 200.000 leben dort im Untergrund.
  • Massiv angewachsen ist in vor allem die Bedrohung von Kirchen und Christen in manchen islamisch geprägten Ländern. Ein erstarkter religiöser Fundamentalismus gewinnt zunehmend Einfluß. Als Folge davon werden Christen durch gesetzliche Diskriminierung zu Bürgern niederen Ranges herabgestuft und an der Ausübung ihres Rechtes auf Religionsfreiheit gehindert
    Länder wie Sudan und Iran haben ihre Strafgesetzgebung der Scharia, dem islamischen  Recht, angepaßt. Dadurch droht Muslimen, die zum Christentum konvertieren, sogar die Todesstrafe. Nicht-muslimischen Bürgern wird die Ausübung ihrer Religion sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich gemacht.

Wie können wir mit den Verfolgten und Diskriminierten solidarisch sein? Erzbischof Ludwig Schick sagt: „Christliche Solidarität hat neben der materiellen immer auch eine geistliche Dimension. Es ist wichtig, dass sich die Gläubigen im Gebet mit jenen verbinden, die um ihres Christ-Seins willen Not leiden. Für die Verfolgten bedeutet dies Ermutigung und Bestärkung. Wir anderen aber können gerade von den um des Glaubens willen Verfolgten und Bedrängten in besonderer Weise erfahren, was es heißen kann, als Christ zu leben, und auch, wer Jesus ist, dem die Christen nachfolgen. In der Bergpredigt sagt ER: „Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Mt 5,10).“ – Heinz Josef Ernst

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