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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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Ewiges Leben? – Ist doch langweilig, oder?

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Mittlerweile glauben in Deutschland nur noch 37 Prozent an ein Leben nach dem Tod oder an die Auferstehung Jesus Christi. Dies ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Institus für soziale Fragen aus Erfurt. Sie erklärt auch die zunehmende Tendenz, die Ostertage als Urlaubs- und Reisezeit zu betrachten, sowie die Forderung von immer mehr Bundesbürgern, das Tanzparty-Verbot für stille Feiertage (Karfreitag) aufzuheben.

Bemerkenswert bei diesem Umfrage-Ergebnis ist, dass der Glaube an ein ewiges Leben mit zunehmenden Alter offenbar abnimmt: Von den unter 50-Jährigen glauben 40 Prozent an die Auferstehung und bei den über 60-Jährigen sind es nur noch 31 Prozent. Jedoch decken sich diese Prozentzahlen nicht mit denen der Antworten zur Frage nach der Gottgläubigkeit: Wenn sich 62 Prozent der Befragten als „gottgläubig“ bezeichnen, heißt das doch, dass diese nicht alle an die Auferstehung glauben. Also, ein reiner Diesseits-Glaube, der mit dem christlichen Glauben eigentlich nichts zu tun hat.

Was könnte also der Grund für die abnehmende Tendenz beim Glauben an die Auferstehung und an das Ewige Leben sein? Da ist zunächst der Glaubensschwund an die Auferstehung Jesu Christi, der auch durch historisch-kritische Hinterfragungen gefördert wird. Die Auferstehung wird oft nicht mehr als zentrale Botschaft verkündet, mit der der Glaube steht oder fällt. Paulus: Wenn Christus nicht auferstanden ist, ist auch der Glaube hinfällig!

Auch ein Grund für den Glaubensschwund scheint mir die falsche Vorstellung über das „Wie“ des Ewigen Lebens zu sein. Es gibt bei vielen Zeitgenossen die Meinung, dass Ewiges Leben einfach eine unendliche Verlängerung des jetzigen Lebens ist. Je älter Menschen werden und je mehr sie „genug vom Leben“ haben, desto eher wünschen sie sich keine „Fortsetzung“ nach dem Tod. Ich hörte selbst Aussagen wie: „Ewiges Leben? – Wie langweilig!“ oder „Es ist noch niemand zurück gekommen“. – Alles menschlich gedacht! Aber es handelt sich hier um eine geheimnisvolle, verborgene Weisheit Gottes, wie Paulus im ersten Korintherbrief schreibt: „… wir verkündigen, wie es in der Schrift heißt, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. (vgl. 1 Kor 2,7-9)

Papst Benedikt XVI hat am 10.04.2011 beim Angelus-Gebet den christlichen Glauben an die Auferstehung und an ein Leben nach dem Tod bekräftigt. Er unterstrich, dass diese Wirklichkeit die Grenzen der Vernunft übersteige und einen Glaubensakt erfordere. Der Glaube an eine Auferstehung von den Toten sei auch unter Christen oft Gegenstand von Zweifel und Verwirrung. Die Auferstehung sei keine Rückkehr zum vorherigen Leben, sondern durch sie eröffnne sich eine neue Wirklichkeit, eine „neue Erde“.

Der Papst ging noch auf die frohe Botschaft des fünften Fastensonntags ein. Diese berichtet vom gläubigen Bekenntnis der Marta und der Auferweckung ihres verstorbenen Bruders Lazerus. Beides steht in einem tiefen Zusammenhang: Wer sich zu Christus, dem Sohn Gottes, bekennt, erhält das Leben. Auch zu uns sagt der Herr: „Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“. Durch die Taufe haben wir Anteil an diesem neuen Leben in Christus; so wollen wir unseren Mitmenschen bezeugen: Christus ist die Auferstehung und das Leben für die Welt.” (rv 10.04.2011) – HJE

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