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Franziskus: Für die Menschenrechte einsetzen!

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Ein neues Bild vom Alter…

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demografischer-wandel2zeichnete Winfried Kösters kürzlich in einem Seminar für Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung der katholischen Kirche: “Wir brauchen dringend ein neues Bild vom Alter, vom Altern und von den Alten – ihnen gehört die Zukunft!” Das Thema des Seminars war: “Der demografische Wandel – Chancen und Auswirkungen für die Arbeit der Erwachsenenbildung”.

In bezug auf die sinkenke Bevölkerungszahl von 82 Millionen in 2003 auf 70 Millionen in 2050 nannte er einige Herausforderungen an die Erwachsenenbildung, die selbstverständlich auch auf die Politik und die Gesellschaft insgesamt zukommen:

  • Unser Handeln sollte von der Verantwortung für alle Generationen geprägt sein
  • Wir müssen lernen, mit den zugewanderten Menschen zu gemeinsamen Ziel- und Wertevorstellungen zu gelangen
  • Wir verbringen mehr Lebenszeit mit der Pflege der Eltern als mit der Erziehung unserer Kinder – das Leben erhält neue Sinn-, Stil- und Qualitätsformen

Hier ein Auszug aus seinem vorgestellten Buch (Olzog-Verlag, €19,90):

Wir werden weniger.

Die deutsche Gesellschaft wird schrumpfen. Zudem werden deutlich weniger Kinder geboren, als zur reinen Bestandserhaltung notwendig sind (und das schon seit Jahren!). Diese Entwicklung ist nicht mehr rückholbar, weil eine ganze Generation bereits nicht mehr gezeugt wurde, die wiederum Kinder hätte erzeugen können. Herwig Birg spricht hier von der “ausgefallenen Generation”.

Wir werden bunter.

Knapp ein Fünftel unserer Bevölkerung hat Wurzeln im Ausland. Eine weitere Zunahme der Bevölkerung durch zugewanderte Menschen wird unterstellt. Diese Kulturen bekommen deutlich mehr Kinder als Deutsche, so dass deren Anteil  an der Gesamtbevölkerung deutlich wachsen wird. Auch sie werden ihre demokratische Teilhabe aktiver formulieren. (Kommunale) Integrationspolitik wird zu einem Schlüsselfaktor eines zukunftorientierten friedlichen Zusammenlebens, zumal eine ältere deutsche Gesellschaft auf eine junge zugewanderte Kultur trifft. (Wer schiebt den Rollstuhl?)

Wir werden älter.

Die Menschen werden – dank des medizinischen Fortschritts und der besseren Lebensbedingungen – deutlich länger leben. Damit verschiebt sich die Struktur der Bevölkerung ins Alter. Weniger Kinder, dafür mehr ältere Menschen. Allein der Anteil der Hochbetagten (Menschen, die älter als 80 Jahre sind) wird sich bis 2020 verdoppeln. Damit einhergehend kündigt sich eine Verschiebung der politischen Themenagenda an. (Seite 36: “Wie wirkt sich der demografische Wandel in Deutschland aus?”).

Weitere Kapitel: Die Weltbevölkerung steigt an – Politische Handlungsebenen / Zuständigkeiten und Lösungspotentiale – Handlungsfelder der Politik – Agenda der Zukunft: Ziele setzen, Maßnahmen ergreifen, Bürger einbinden – Auf dem Weg ins Jahr 2030: Wie wir leben werden / mit weniger Kindern, mehr älteren Mitmenschen und zahlreichen kulturellen wie sozialen Minoritäten – Fazit: Wandel gestalten, Zukunft gewinnen.

Aus der Vision des Autors für 2030:

Wir werden eine Gesellschaft sein, die

  •  sich durch ihren starken solidarischen Zusammenhalt von Jung und Alt, von Zugewanderten und Einheimischen, von Christen und Muslimen auszeichnet. Sie wird sich den Herausforderungen der Zeit mit Selbstbewußtsein stellen im Bewußtsein, dass gemeinsam eine Lösung für die Zukunft gefunden wird. Für zwei Drittel ihrer Bewohner ist es selbstverständlich, sich freiwillig zu engagieren. Neben der Familie etablieren sich zahlreiche weitere soziale Netzstrukturen, die sich auch in Krisensituationen als tragfähig erweisen.

(dies ist nur der erste Punkt aus seinem mehrseitigen Katalog)

Heinz Josef Ernst

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