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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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Vorwurf des Schweigens Benedikt XVI. unbegründet

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Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat Vorwürfe zurückgewiesen, der Papst schweige zum Thema „sexueller Missbrauch“ durch Geistliche. In der ARD-Talkshow „Anne Will“ meinte Overbeck am Sonntagabend, an der Haltung Benedikts zum Thema Missbrauch könne es keinen Zweifel geben.

„Der Papst selber hat von Anfang an immer deutlich gemacht, dass es ihm darum geht zu sagen: Missbrauch ist ein Verbrechen, ist Todsünde, und wir müssen alles tun, um es aufzuklären. Wenn Sie allein lesen, was er während seines Pontifikats zu diesem Thema gesagt hat, ist seine Botschaft sehr eindeutig – bis hin zu seinen Gesprächen mit Missbrauchsopfern in Australien und in den USA.“

Overbeck unterstrich in der teilweise hitzigen Debatte, Benedikt XVI. übe „ein universales Amt für die ganze Kirche“ aus. „Das müssen auch wir Deutschen lernen“, so der Bischof. Es stimme allerdings, dass seine klare Botschaft gegen Missbrauch in Deutschland derzeit nicht gehört werde.

„Ich glaube, sie verfängt deswegen nicht, weil wir in eine Krise in der deutschen Kirche geraten sind, die sehr damit zu tun hat, dass Priester das Vertrauen der Menschen gebrochen haben: dadurch, dass sie sich durch sexuelle Taten an ihnen vergangen haben und damit ihre Macht missbraucht haben, die dafür da ist, dass Menschen Vertrauen gewinnen. Wenn das nicht geschieht, haben wir als Priester und Bischöfe ein großes Problem – und dieses Problem haben wir zurzeit.“ (Radio Vatikan/ARD)

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