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Gegen Schmutz und Schund: „Weltbild“ ist nicht katholisch

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„Weltbild bietet in seinem Sortiment keine Pornografie an und hat dies auch noch nie getan“, hieß es in einer Erklärung. Statt sich zu den Fakten bekennen und Busse zu tun, versucht der in der Kritik stehende Verlag sich mit spitzfindigen Argumenten rein zu waschen.

Die Fakten sind indes schwerwiegend. Zu den bisherigen Veröffentlichungen, unter anderen von ‚Welt-Online‘, dem ‚Pur-Magazin‘ und der ‚Tagespost‘ kommt auch die Kritik der Frauenrechtlerin Lea Ackermann: In einem Interview (‚Die Tagespost‘ vom 12.11.11) sagt sie unter anderem: „Ich finde es ungeheuerlich, wenn ein Verlag wie Weltbild, der für religöse Themen aufgeschlossen ist, die Frau als Ware präsentiert. Das ist reine Geldmacherei mit der Ware Frau…“

Die Initiative engagierter Laien „Katholisches! Weltbild“ hatte bereits im Frühjahr 2008 eine 70seitige Dokumentation mit dem Titel: „Dürfen katholische Bistümer über eine GmbH Sexbücher, Esoterik, Magie und Satanismus verbreiten?“ an die deutschen Bischöfe gesandt (siehe auch >>>”Entweltlichung der Kirche” vom 29.10.2011.) Darin sind Titel aufgeführt, die – streng genommen – allgemein nicht als Pornografie bezeichnet werden, die aber dennoch in die Kategorie „Sünde“ gehören und mit dem christlichen Anspruch nicht vereinbar sind. Dazu Kardinal Joachim Meisner: „Es geht nicht, dass wir in der Woche damit Geld verdienen, wogegen wir sonntags predigen. Das ist einfach skandalös.“ Man könne nicht Besitzer eines Unternehmens sein, „das Schund und Schmutz verbreitet“. Dem kann sich der Autor dieses Beitrags nur anschließen. Er hat sich vor einigen Jahren von „Weltbild“ abgewandt, da es erotische, gewaltverherrlichende und esoterische Titel aktiv über den Verlagskatalog vermarktet hat. Ein Buch wie zum Beispiel „Sündige Spiele“ ist nicht entschuldbar und es ist grenzenlose Heuchelei, zu sagen, „wir haben so etwas nie getan“. Gleichzeitig kommt aber die Beschwichtigung, dass mit dem Einbau von Filtern in die Suchmaschinen das Auffinden fragwürdiger Titel verhindert werde. Also doch „so etwas getan“?

Ehrlichkeit, Transparenz und Konsequenzen sind jetzt gefragt, damit die Glaubwürdigkeit der Kirche nicht weiter Schaden nimmt. – Heinz Josef Ernst 

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