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Nicht sehen und doch glauben

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Oft hört man von Zeitgenossen die Bemerkung: „Glauben heißt nicht wissen“, oder, jemand sagt: „Ich glaube nur, wenn ich Jesus die Hand geben kann“. So ähnlich erging es Jesus auch mit seinem Apostel Thomas, dessen Andenken die Kirche am 3. Juli feiert. Thomas, der drei Jahre mit Jesus zusammen war, konnte einfach nicht glauben, dass sein Meister von den Toten auferstanden sein sollte: „Wenn ich nicht meine Hände in seine Wunden legen kann, also ihn anfassen und betasten kann, so glaube ich nicht.“ Der auferstandene Jesus aber wußte um die Zweifel seines Jüngers. Er verurteilte ihn deswegen nicht, sondern gab ihm Gelegenheit, seine Zweifel abzulegen. Er erschien den versammelten Jüngern, ging auf  Thomas zu und sagte: „Lege deine Hand in meine Seite…und sei nicht ungläubig sondern gläubig.“

Thomas fiel auf die Knie und rief: „Mein Herr und mein Gott“….Jesus antwortete: „Weil du mich gesehen hast, glaubst du; selig aber sind die, die nicht sehen und doch glauben.“ (Johannes 20,24-29). Bei Thomas hat die körperliche Berührung mit dem Auferstandenen die Zweifel beseitigt, aber dass die Zweifler heute durch eine solche Begegnung zum Glauben kommen, ist ungewiß. Jesus sagt an anderer Stelle sinngemäß: Wenn ihr denen nicht glaubt, die ich gesandt habe, werdet ihr auch mir nicht glauben.

Beispiel: Das Gleichnis vom reichen Prasser und armen Lazarus: Der Arme starb zuerst, wurde in Abrahams Schoß gelegt und empfing Trost. Danach starb der Reiche: Er mußte im Jenseits große Pein erleiden und sagte zu Abraham: Man soll meine Angehörigen auf der Erde warnen, dass sie ihr Leben ändern, um nicht das gleiche zu erleben wie ich selbst – also in dem Sinn: Wenn einer aus dem Jenseits zurückkommt und berichtet, werden die Menschen sich bekehren.

Dies bestreitet Abraham: Wenn jene dem Mose und den Propheten nicht glauben, werden sie auch auf einen, der aus dem Jenseits kommt, nicht hören. (vergl. Lukas 16,19-31)

Also muß es sich mit dem Glauben doch anders verhalten, denn Jesus sagt ja: Selig sind die, die nicht sehen, aber doch glauben. Der Glaube ist eine innere Gewißheit, mehr als bloßes Wissen. Glaube ist eine Beziehung zum Schöpfer aller Dinge, der im Menschen als seinem Geschöpf Wohnung nehmen will. Gott wohnt nicht in von Menschenhand erbauten Tempeln, sondern der Mensch ist der lebendige Tempel Gottes. Meine eigene Grunderfahrung als junger Mensch war, dass Gott mindestens so real ist, wie alles um mich herum, wie die Luft zum Atmen. Die Frage also, ob er existiert oder nicht, hat sich mir nicht gestellt. Sollte ich denn darüber diskutieren, ob alle für den Menschen unsichtbaren Dinge wirklich existieren? Immanuel Sücker schreibt in seinem Buch Am Morgen der Schöpfung: „Als Chemiker arbeite ich mit Atomen; dabei habe ich keines von ihnen gesehen. In der Welt der Atome liegt eine objektive Realität vor, die also außerhalb meines Bewußtseins existiert  und mit den fünf Sinnen und wissenschaftlichen Instrumenten in begrenztem Maß erforscht werden kann.“ – Er aber läßt sich darauf ein, mit dem zu arbeiten, das er nicht sieht und nicht fassen kann. Jeder hat schon etwas über Atomkerne gehört und weiss, dass nur die Auswirkung der Atomenergie – positiv wie negativ – sichtbar ist. Gott ist Geist, also unsichtbar; erfahren kann ihn nur, wer sich auf  ihn einläßt und auf die Wirkung seines heiligen Geistes schaut.

Schon die heilige Schrift lehrt uns, dass jeder Mensch aufgrund der ihn umgebenden Schöpfung auf den Ursprung, nämlich auf den Schöpfergeist, schließen kann (oder eigentlich schließen muß).

Heinz Josef Ernst

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