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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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2010: Ein Jahr der Märtyrer

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Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit 23 katholische Seelsorger gewaltsam ums Leben gekommen. Das geht aus dem Jahresschlußbericht der vatikanischen Nachrichtenagentur Fides hervor. Die Getöteten waren ein Bischof, fünfzehn Priester, zwei Ordensleute, zwei Seminaristen und drei Laien. Pater Vito Del Prete ist der Leiter von Fides:

„Die Kirche ist aus dem Blut geworden und legt mit dem Blut Zeugnis ab. In dieser Hinsicht ist die Verfolgung derzeit in vielen Teilen der Welt wieder zu einer charakteristischen Note der Kirche geworden, die ihre Natur wieder hervorstechen läßt. Vor allem Pakistan ist derzeit ein Ort der Evangelisierung im Blut: Viele einfache Christen haben dort keine Angst, im Angesicht fundamentalistischer islamischer Gruppen Christus zu bezeugen. Hier werden nicht nur Christen getötet, sondern auch viele Kirchen verbrannt und viele Christen zur Flucht gezwungen. Und dieses Phänomen gilt für viele Christen in Asien: auch in Burma. Selbst wenn keiner davon spricht, werden auch dort Christen diskriminiert, zur Flucht gezwungen und manchmal sogar getötet – das erfährt dann allerdings niemand draußen in der Welt.“ (rv 31.12.2010 sk)

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Gepostet von DW News am Dienstag, 8. September 2020

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