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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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Kindersklaverei und Analphabetentum heute noch bittere Realität

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„Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten“ – so sagt es Artikel 4 der „Allgemeinen Menschenrechtserklärung“ der Vereinten Nationen vom 10.12. 1948. Und in Artikel 26 der gleichen Erklärung wird das Recht auf Bildung festgeschrieben. Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine große Lücke.

Weltweit müssen 215 Millionen Kinder arbeiten, oft unter härtesten Bedingungen. Die meisten sind vom Schulbesuch ausgeschlossen und bleiben Analphabeten. Ein Beispiel dafür sind Kinder aus Ziegeleiarbeiterfamilien in Pakistan.

Die Eltern sind als sogenannte Schuldsklaven ihren Arbeitgebern ausgeliefert; die Kinder müssen mitarbeiten und leben mit ihren Eltern in armseligen Behausungen innerhalb des Ziegeleigeländes. Es gibt keinerlei Infrastruktur: Kein fließendes Wasser, keine sanitäre Anlagen, kein Strom und keine Telekommunikation.

In Pakistan gibt es zwar das Recht auf Schulbildung, jedoch keine allgemeine Schulpflicht. Der Verein ‚Pakistanhilfe VS‘ hat mit dem Projekt „Schulbildung statt Kinderarbeit“ einen Schritt zur Befreiung der Kinder aus dem Analphabetentum und damit aus der sonst lebenslangen Sklaverei unternommen.  Kooperationspartner sind die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die „Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)“. Es geht darum, 240 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren eine einjährige Vorschulausbildung zu geben, die sie zum Eintritt in das normale Schulsystem befähigt.

Das Projekt – samt Unterstützungsmöglichkeiten – wurde im Rahmen des Vortrags „Bedrängte und benachteiligte Christen in Pakistan und Indien“ am 28. Juni 2012 im Pfarrsaal Heilig Kreuz, 78048 Villingen-Schwenningen, vorgestellt. Die beiden Referenten (Walter Flick und Heinz J. Ernst) von der IGFM haben selbst Ziegeleien in Pakistan besucht und die Problematik auch mit den Ziegeleibesitzern erörtert. Weitere Info unter: 07721 53971 (H. Ernst) und www.pakistanhilfe-vs.de

Eingeladen hatten: Bildungswerk Heilig Kreuz Villingen, Verein Pakistanhilfe VS und die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Schwarzwald Baar.

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Gepostet von DW News am Dienstag, 8. September 2020

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