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Papst Franziskus hat sich für konstruktive Kritik statt zerstörender Anklage in der Kirche ausgesprochen. Es gelte, dem Heiligen Pater Pio (1887 bis 1968) zu folgen: “Er  hat die Kirche so geliebt, wie sie war, und hat sie nicht mit Worten zerstört, so wie es jetzt Mode ist”, sagte das Kirchenoberhaupt im Vatikan. Es sei richtig, auf Schwächen hinzuweisen, dabei müsse aber immer auch die Liebe zur Kirche zum Ausdruck kommen. “Lebt wie Christen  und bezeugt, dass Liebe schöner ist als Hass, Freundschaft schöner als Feindschaft und die Brüderlichkeit zwischen uns allen schöner als Krieg”, so der Papst.

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Keine Hilfe für Regimekritiker: Kubanische Mediziner stellen Politik über Berufsethos

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Havanna/Frankfurt am Main. Immer häufiger müssen Kritiker der Diktatur auf Kuba hinnehmen, dass sie nicht nur durch die Regierung der Castro-Brüder, die Sicherheitsdienste und regimetreue Schlägertrupps bekämpft werden, sondern auch von einer wachsenden Zahl von Ärzten des Landes. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, weigern sich immer wieder Ärzte in den Krankenhäusern der Karibikinsel, Regimekritiker medizinisch zu versorgen. Die Verweigerung ärztlicher Hilfe erfolgt dabei mit Hinweis auf die politischen Aktivitäten der missliebigen Patienten.

Nachdem die afrokubanische Sprecherin der „Rosa Parks“-Bewegung, Iris Tamara Perez Aguilera am 7. März 2013 von Castro-Anhängern misshandelt und dabei schwer verletzt worden war, weigerten sich die Ärzte des Provinzkrankenhaus im zentralkubanischen Villa Clara, sie zu behandeln – „Zuerst sind wir Revolutionäre, dann Ärzte“, so ihre Begründung gegenüber dem Opfer und deren Ehemann, Jose Luis Perez Antunez. Perez Aguilera musste in das Krankenhaus der benachbarten Stadt Placetas transportiert werden, und wurde erst dort, mehrere Stunden nach ihrer Misshandlung, ärztlich behandelt.

Madeline Lazaro Caraballo ist HIV-positiv. Seit ihrer Verhaftung wegen „Unruhestiftung“ und „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ am 1. Oktober 2012 sitzt die Afrokubanerin in einem Lager für HIV-Kranke außerhalb von Havanna. Obwohl sie mittlerweile unter Fieber und Atembeschwerden leidet, wurde sie weder medizinisch untersucht noch behandelt. Auch eine Haftverschonung aus medizinischen Gründen wird ihr verweigert.

Die Afrokubanerin Sonia Garro, langjähriges Mitglied der Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“, ist ebenfalls Opfer verweigerter ärztlicher Hilfe. Sie sitzt seit März 2012 ohne Anklage und Verfahren in Untersuchungshaft. Wegen einer Nierenerkrankung ist sie auf medizinische Betreuung angewiesen. Bei ihrer Verhaftung wurde sie zudem durch Gummigeschosse verletzt; durch mangelnde Hygiene im Gefängnis hat sich eine ihrer Verletzungen mit Staphylokokken infiziert. Dies führte zu großflächigen und bedrohlichen Entzündungen mit dem Eitererreger; Frau Garro, die von ihrer politischen Patin Staatsministerin Maria Böhmer MdB unterstützt wird, benötigt dringend medizinische Hilfe.

IGFM kritisiert menschenverachtendes Verhalten des kubanischen Regimes Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, zeigt sich entsetzt über die Haltung vieler kubanischer Ärzte. “Offenbar gibt es in Kuba schwarze Listen von Oppositionellen, denen die elementarsten Rechte vorenthalten werden, einschließlich medizinischer Versorgung im Notfall. Das Regime schüre Ressentiments und hetze Kubaner gegeneinander auf: Regimetreue gegen Bürgerrechtler, weiße gegen schwarze Kubaner, um Regimekritiker in jeder nur denkbaren Hinsicht zu bekämpfen, so Lessenthin. “Selbst wenn das Castro-Regime morgen fiele, stünde Kuba eine lange und schwierige Zeit bevor, ehe es dort wieder ein gesundes, funktionierendes Gemeinwesen gibt.”

 >>>Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in der Republik Kuba

>>>Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte 

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